Eizellenspende – Was ist das überhaupt?

Leider ist nicht jede Frau in der Lage, Kinder zu bekommen. Beispielsweise reifen in den Eierstöcken aufgrund des fortgeschrittenen Alters keine Follikel mehr heran. Auch eine Erkrankung kann schuld an der Kinderlosigkeit sein. Das bedeutet aber nicht, dass der Kinderwunsch nicht erfüllt werden kann. Dank einer Eizellenspende kann eine Schwangerschaft herbeigeführt werden. Zunächst wird aber eine passende Eizellenspenderin benötigt.

Wie läuft die Eizellenspende ab?

Befruchtungskliniken arbeiten mit gesunden Spenderinnen ab einem Alter von 18 bis 35 Jahren zusammen. Es wird immer eine Eizelle ausgewählt, welche in ihren physischen Eigenschaften mit der Empfängerin übereinstimmt. Zum Beispiel werden das äußere Erscheinungsbild und die physischen Merkmale von Spenderin sowie Empfängerin miteinander verglichen. Sobald eine Spenderin gefunden wurde, kann die Befruchtung beginnen. Der erste Schritt ist eine Hormonbehandlung, damit der Gebärmutterschleimhaut signalisiert wird, dass schon bald eine Eizelle kommt. Sobald die Gebärmutterschleimhaut als bereit eingestuft wird, wird die Spenderin zugeteilt. Anschließend werden zwei für die Implantation geeignete Embryonen übertragen, außer es liegt ein gesundheitliches Risiko vor oder es werden Einwände gegen eine eventuelle Zwillingsschwangerschaft erhoben. Welche Embryos übertragen werden, wird zuvor in einem Labor geklärt. Zwischen dem 12. und dem 60. Tag der Östrogenbehandlung erfolgt der Transfer. In der Regel werden Patientinnen zwei Tage im Voraus darüber informiert. Während der Eizellenspende werden die reifen Eizellen mittel Punktion bei der Spenderin entnommen. Im Reagenzglas werden diese nun mit dem Sperma des Wunschvaters befruchtet. Sobald dies erfolgreich war, werden sie eingefroren, bis die Gebärmutter soweit ist. Sobald die Eizellen sich erfolgreich eingenistet haben, werden die schwangeren Frauen vom Frauenarzt weiter betreut.

Die Risiken einer Eizellenspende

Es gibt einige Risiken, worunter vor allem die Hormonbehandlung fällt. Diese kann psychisch und körperlich belastend sein. Aber auch der chirurgische Eingriff erfolgt nicht ohne Risiko. Nicht zu vergessen ist die seelische Belastung bei einer Eizellenspende. Viele Frauen teilen sich Freunden und Verwandten nicht mit, da diese Angst haben, dass sie auf Unverständnis stoßen. Das kann sehr an der Psyche nagen. Erfahrungen haben aber auch gezeigt, dass das Risiko einer speziellen Form von Bluthochdruck bei Eizellenspende erhöht ist. Daher ist eine engmaschige Untersuchung bei der Eizellenspende zu empfehlen.